Historie

Puppen hat es schon immer gegeben. Beweise dafür liefern eindeutig Gräberfunde in Südamerika, China, Japan, Italien, Griechenland uns andere Fundorte auf der ganzen Welt. Aus vielerlei Materialien wie Holz, Wachs, Ton, Stoff oder anderen, waren sie nicht nur Spielzeug sondern wurden oft auch als Opfersymbole und Kultgegenständen verwendet, in Form von miniaturisierten Menschenabbildungen - puppenähnlich. Auch heute noch werden sie bei Urvölkern immer noch als Fetisch benutzt. Die Gelehrten sind sich deshalb nicht einig was zuerst war: die Puppe als Spielzeug, wodurch sich die Kultfigur entwickelt hat, oder das aus der Kultfigur entwickelte Spielzeug.

Ausgrabungen in Straßburg ergaben erste Hinweise im europäischen Raum. Es wurden Puppen aus Ton gefunden - aus dem 15. Jahrhundert nachweisbar. Für das einfache Volk war die handwerklich und künstlerisch hochwertig geschnitzte Puppe, auch Docke genannt, unerschwinglich. Oft fertigte der Vater oder Großvater die Puppe aus Holz. Oder die Mutter bastelte eine aus Stoffresten. Aus dieser Zeit sind keine Originale vorhanden, jedoch alte Holzschnitte oder Dokumente belegen deren Existenz. Große Fürsten- oder Königshäuser sowie begüterte Kaufmannsdynastien bestellten ihre Puppen bei bekannten Nürnberger Puppenmachern. Der erste dokumentarische Nachweis von deutschen Puppenfabriken stammt aus dem Jahre 1415 in Nürnberg.

Die Hausindustrie in Thüringen« aus dem Jahre 1885
von Dr. Emanuel Sax.
Herstellung von Porzellanpuppen und das Brennen
der Köpfe
Manufaktur in Neustadt b. C. um 1910

Fertigmachen der Puppenköpfe. Ausschneiden der
Augen, Trocknen im Regal vor dem Brand
Manufaktur in Neustadt b. C. um 1910

Montage und Frisieren der Perücken, sie wurden von
spezialisierten Perrückenmachern hergestellt. Man
verwendete Menschenhaar oder künstliche Fasern,wie Mohair.
Manufaktur in Neustadt b. C. um 1910

Puppen- und Spielzeugmuseum Rottweil
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Fon 0741 / 9422177 | Fax 0741 / 9422178
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